Dienstag, 18. Juli 2023

Eine kleine Schlussbetrachtung





 Frieda) Also dass es zuhause doch am schönsten ist, kann ich nur bestätigen. Vor allem dann, wenn man weg war, und wenn man soooo lange weg war.

So lange bin ich noch nie mitgefahren, immerhin stehen auf meinem Tacho fast 1400 km.

Ich war zum ersten Mal dabei, wie der Kringel sich schließt, wie die Reise an ihr geplantes Ende kommt, im Idealfall wieder zurück an den Ausgangspunkt. Und hab erfahren wie wichtig das ist.

"THE QUEST", ist unser Motto, und das hab ich bisher gar nicht gewußt. Man muss sich das vorstellen wie im Märchen "von einem der auszog das Fürchten zu lernen" oder wie bei "Herr der Ringe". Es gibt eine Aufgabe, z.B. "suche den Ring, und vernichte ihn", es gibt Weggefährten und eine Karte oder Wegbeschreibung. Und dann läuft man los, oder fährt mit dem Rad.

"Fahrt in die Große Hansestadt, dort erwarten euch unsere Verbündeten und bringen euch auf den Weg. Richtet euch gen Nordwesten, bis zum Nordmeer. Dann haltet euch immer der Küste entlang bis ihr ins Land der Wikinger kommt. Der Wind wird euch hilfreich sein. Kreuzt dieses Land bis ihr an das östliche Meer kommt und fahrt wieder gen Norden. Hier seid ihr am nördlichsten Punkt eurer Reise. Dann müsst ihr das Meer überqueren, seid auf der Hut, welchem Schiff ihr euch anvertraut, denn die See ist stürmisch. Auch dieses Land ist beherrscht von den Wikingern, sie sind wild und windgeprüft. Haltet euch Richtung Süden, immer am Meer entlang, der Wind wird versuchen eure Rückkehr zu verhindert. Lasst euch nicht in Versuchung bringen, die Reiseroute zu ändern. Haltet euch immer an euren Plan, bis ihr wieder, über mehrere Inseln in Hamburg landet."

Was wir suchen müssen, habe ich nicht erfahren, ich weiß auch nicht ob wir es gefunden haben, aber ich habe diesen Ratschlag an "Manfred den tapferen Abenteurer" noch gehört: "Deine Gefährtin ist ein Wasserwesen, das solltest du nie vergessen. Sie sucht das Wasser, sie muss in jedes Wasser auf eurem Weg eintauchen und es steht dir nicht zu, ihr dies zu versagen. Es wird euch manchmal vom direkten Weg ablenken, doch auch dies ist Teil deines "Quests". Vergiß nie, dass sie nichts vom Ziel und Sinn eurer Reise weiß, denn sie ist guten Glaubens, dass sie eine vergnügliche Reise angetreten hat."

Tja, so ähnlich war das! Und es war eine super schöne Reise, manchmal ein bisschen anstrengend, aber so soll das ja auch sein. Und manchmal konnte ich einfach nur auf dem Rad sitzen und in die Gegend schauen, ...vor allem beim Rückenwind. Oder an einem Steg an der Ostsee mit dem wunderbaren glatten Wasserspiegel und der sanften Morgensonne. Oder beim Sundowner in einer netten Straßenkneipe, wo die Sonne noch lange nicht untergegangen war.

Den Norden haben wir dieses mal befahren, wo es wohl das nächste Mal hingeht? What ist the next Quest?


(m) Es war für uns beide eine sehr lehrreiche Reise. Aber, Friederike! Eine "Quest" ist kein Motto! Es ist der Sinn, das Ziel, d i e  R e i s e an sich!

(Kleiner Einschub, zum besseren Verständnis: Die Stürme und der enervierende Gegenwind führte, wie bekannt, dazu dass wir unsere Reise ein wenig modifiziert haben. In diesem Zusammenhang war auch davon die Rede, das "GROSSE ZIEL" - das Schließen des Kringels" in Frage zu stellen, und in diesem Zusammenhang haben wir uns erstmals über den "Sinn" unseres Reisens unterhalten)

Vielleicht habt Ihr es schon geahnt. Ich bin ein ganz großer Fan von Samira El Ouassil und Friedemann Karig  und ihren "Erzählenden Affen". 

Die "Heldenerzählung" - die Quest ist natürlich nicht ganz ernst gemeint gewesen und doch...

Was mir an unseren Reisen so gefällt ist, was letztendlich auch die Heldenerzählung ausmacht. Das "Ziel" der Heilige Gral, das "Wasser des Ewigen Lebens", "Vernichte den Ring", "lass den Todesstern explodieren" - sind im Grunde "Mac Guffins" wie  Alfred Hitchcock  Truffaut erklärt hat. 

"Ein McGuffin ist ein mehr oder weniger beliebiges Objekt, eine Person, eine Aufgabe, um die Handlung auszulösen oder voranzutreiben."

Keiner nimmt den Mac Guffin ernst, aber ohne ihn würde ich mich natürlich nicht aufs Rad setzen.

"Es könnte ein schottischer Name sein, aus einer Geschichte über zwei Männer, die Zug fahren. Der eine Mann fragt: "Was ist das für ein Päckchen in der Gepäckablage? "Nun", sagt der andere Mann, "das ist ein Mac Guffin". "Was ist ein MacGuffin?" "Ein MacGuffin ist eine Vorrichtung, um im schottischen Hochland Löwen zu fangen." "Aber im schottischen Hochland gibt es doch gar keine Löwen". "Nun, dann ist es eben auch kein MacGuffin." "Sehen Sie, ein Mac Guffin ist gar nichts." (frei zitiert nach Truffauts "Wie haben Sie das gemacht Mr. Hitchcock")

Aber im Grunde hat der alte Goethe es viel einfacher und viel schöner ausgedrückt, was mir an unserer Art durch die Gegend zu ziehen so gefällt:

GEFUNDEN

Ich ging im Walde so für mich hin, 

und nichts zu suchen, das war mein Sinn..

Ihr kennt das Gedicht. Aber genau das ist es. 

Es war auch dieses Jahr wieder so. Je weniger klar ist, was einen erwartet, desto spannender sind die Entdeckungen und Begegnungen, die man auf seiner Reise macht. 

Von "klimasskeptischen" Grönländern, über mutige Ärztinnen, die gegen Tiefgaragen kämpfen, von dämlichen Bismarcknachfahren bis zu "Wikingermüslis in 4 einfachen Lektionen", von Sperrwerken, die ab Freitag 15:00 geöffnet werden, bis zu AgaAga Taucherinnen auf japanischen Inseln. Von Gotteslob singendem Orpheus bis zu Revolutionslieder schmetternden chinesischen Matrosen. Von netten Reiseleiterinnen, die uns erzählte, dass sich Grenzen "mit dem Herzen verändern lassen" bis hin zu Löwen und Dämonen unter weiblichen Röcken. Von Spaziergängen durch den Regenbogen von Aarhus, bis zu den Sturmböen von Frillesas...

"The Quest"- den Kringel zu fahren ist ein wahrer Mac Guffin. 

Meine liebe compañera de viaje!  Wir werden - sí dios quiere - weiter an Deinem Verständnis für die wahre Quest arbeiten. Beziehungsweise, ich werde versuchen, das nächste Mal  unsere  Heldenreise , ein bisschen mehr zu einer Helden*innenreise zu machen.

Ich könnte mir vorstellen (da komme ich wieder auf meine Lieblingsautor*innen von den erzählenden Affen zurück) - dass wir das nächste Mal:

"Das Blaue vom Himmel..." 

erzählen werden!

Drückt uns die Daumen, dass es nächstes Jahr wieder etwas zu lesen geben wird!

Montag, 17. Juli 2023

33. Tag: Rückfahrt nach Engen

 17.Juli 2023



Große Freude allerseits! Wir sind wohlbehalten in Engen angekommen. Sind von den Engener Neubürgern aus der Nachbarschaft mit einem leckeren Abendessen erwartet worden und jetzt sind wir einigermaßen geschafft. Die Rückfahrt verlief e i g e n t l i c h  für DB Verhältnisse ganz passabel. 
Ohne es zu ahnen, habe ich die Rückfahrt so gebucht, dass wir mit der S-Bahn von Reinbek zum Hauptbahnhof fahren durften. Fahrradmitnahme ist erst ab 9:00 Uhr erlaubt. Der Zug kam pünktlich und fuhr pünktlich ab. Bis Hannover war alles im Grünen Bereich, wenn man davon absieht, dass wir das Pech hatten in unserem Abteil von Menschen mit chronischen Hustenattacken umzingelt waren. Wie haben wir uns nach den Masken zurück gesehnt!
Doch dann war die Ausfahrt aus Hannover für alle Züge südwärts gesperrt, da direkt an der Bahnlinie ein Haus brannte. - fast eine Stunde Totalsperrung. Und dementsprechend war unser Anschluss in Offenburg natürlich schon weg. Zum Glück gab es noch einen weiteren Zug auf der Schwarzwaldbahn und Schienenersatzverkehr erst ab Radolfzell!

Angesichts der etwas vorgerückten Stunde kommt das Resümee der Reise, einschließlich diverserser Hitlisten erst Morgen früh!
Es ist schön wieder zu Hause zu sein.
Yeeah it´s good to be back home!

Frieda) Also dass es zuhause doch am schönsten ist, kann ich nur bestätigen. Vor allem dann, wenn man weg war, und wenn man soooo lange weg war.

So lange bin ich noch nie mitgefahren, immerhin stehen auf meinem Tacho fast 1400 km.

Ich war zum ersten Mal dabei, wie der Kringel sich schließt, wie die Reise an ihr geplantes Ende kommt, im Idealfall wieder zurück an den Ausgangspunkt. Und hab erfahren wie wichtig das ist.

"THE QUEST", ist unser Motto, und das hab ich bisher gar nicht gewußt. Man muss sich das vorstellen wie im Märchen "von einem der auszog das Fürchten zu lernen" oder wie bei "Herr der Ringe". Es gibt eine Aufgabe, z.B. "suche den Ring, und vernichte ihn", es gibt Weggefährten und eine Karte oder Wegbeschreibung. Und dann läuft man los, oder fährt mit dem Rad.

"Fahrt in die Große Hansestadt, dort erwarten euch unsere Verbündeten und bringen euch auf den Weg. Richtet euch gen Nordwesten, bis zum Nordmeer. Dann haltet euch immer der Küste entlang bis ihr ins Land der Wikinger kommt. Der Wind wird euch hilfreich sein. Kreuzt dieses Land bis ihr an das östliche Meer kommt und fahrt wieder gen Norden. Hier seid ihr am nördlichsten Punkt eurer Reise. Dann müsst ihr das Meer überqueren, seid auf der Hut, welchem Schiff ihr euch anvertraut, denn die See ist stürmisch. Auch dieses Land ist beherrscht von den Wikingern, sie sind wild und windgeprüft. Haltet euch Richtung Süden, immer am Meer entlang, der Wind wird versuchen eure Rückkehr zu verhindert. Lasst euch nicht in Versuchung bringen, die Reiseroute zu ändern. Haltet euch immer an euren Plan, bis ihr wieder, über mehrere Inseln in Hamburg landet."

Was wir suchen müssen, habe ich nicht erfahren, ich weiß auch nicht ob wir es gefunden haben, aber ich habe diesen Ratschlag an "Manfred den tapferen Abenteurer" noch gehört: "Deine Gefährtin ist ein Wasserwesen, das solltest du nie vergessen. Sie sucht das Wasser, sie muss in jedes Wasser auf eurem Weg eintauchen und es steht dir nicht zu, ihr dies zu versagen. Es wird euch manchmal vom direkten Weg ablenken, doch auch dies ist Teil deines "Quests". Vergiß nie, dass sie nichts vom Ziel und Sinn eurer Reise weiß, denn sie ist guten Glaubens, dass sie eine vergnügliche Reise angetreten hat."

Tja, so ähnlich war das! Und es war eine super schöne Reise, manchmal ein bisschen anstrengend, aber so soll das ja auch sein. Und manchmal konnte ich einfach nur auf dem Rad sitzen und in die Gegend schauen, ...vor allem beim Rückenwind. Oder an einem Steg an der Ostsee mit dem wunderbaren glatten Wasserspiegel und der sanften Morgensonne. Oder beim Sundowner in einer netten Straßenkneipe, wo die Sonne noch lange nicht untergegangen war.

Den Norden haben wir dieses mal befahren, wo es wohl das nächste Mal hingeht? What ist the next Quest?

(m) Es war für uns beide eine sehr lehrreiche Reise. Aber, Friederike! Eine "Quest" ist kein Motto! Es ist der Sinn, das Ziel, d i e  R e i s e an sich!

(Kleiner Einschub, zum besseren Verständnis: Die Stürme und der enervierende Gegenwind führte, wie bekannt, dazu dass wir unsere Reise ein wenig modifiziert haben. In diesem Zusammenhang war auch davon die Rede, das "GROSSE ZIEL" - das Schließen des Kringels" in Frage zu stellen, und in diesem Zusammenhang haben wir uns erstmals über den "Sinn" unserer Reisen unterhalten)

Vielleicht habt Ihr es schon geahnt. Ich bin ein ganz großer Fan von Samira El Ouassil und Friedemann Karig  und ihren "Erzählenden Affen". 

Die "Heldenerzählung" - die Quest ist natürlich nicht ganz ernst gemeint gewesen und doch...

Was mir an unseren Reisen so gefällt ist, was letztendlich auch die Heldenerzählung ausmacht. Da "Ziel" der Heilige Gral, das "Wasser des Ewigen Lebens", "Vernichte den Ring", "lass den Todesstern explodieren" - sind im Grunde "Mac Guffins" wie Hitchcock  Truffaut erklärt hat. "Ein McGuffin ist ein mehr oder weniger beliebiges Objekt, eine Person, eine Aufgabe, um die Handlung auszulösen oder voranzutreiben."

Keiner nimmt den Mac Guffin ernst, aber ohne ihn würde ich mich natürlich nicht aufs Rad setzen.

"Es könnte ein schottischer Name sein, aus einer Geschichte über zwei Männer, die Zug fahren. Der eine Mann fragt: "Was ist das für ein Päckchen in der Gepäckablage? "Nun", sagt der andere Mann, "das ist ein Mac Guffin". "Was ist ein MacGuffin?" "Ein MacGuffin ist eine Vorrichtung, uim im schottischen Hochland Löwen zu fangen." "Aber im schottischen Hochland gibt es doch gar keine Löwen". "Nun, dann ist es eben auch kein MacGuffin." "Sehen Sie, ein Mac Guffin ist gar nichts." (frei zitiert nach Truffauts "Wie haben Sie das gemacht Mr. Hitchcock")

Aber im Grunde hat der alte Goethe es viel einfacher und viel schöner ausgedrückt, was mir an unserer Art durch die Gegend zu ziehen so gefällt:

GEFUNDEN

Ich ging im Walde so für mich hin, 

und nichts zu suchen, das war mein Sinn..

Ihr kennt das Gedicht. Aber genau das ist es. 

Es war auch dieses Jahr wieder so. Je weniger klar ist, was einen erwartet, desto spannender sind die Entdeckungen und Begegnungen, die man auf seiner Reise macht. 

Von "klimasekptischen" Grönländern, über mutige Ärztinnen, die gegen Tiefgaragen kämpfen, von dämlichen Bismarcknachfahren bis zu "Wikingermüslis in 4 einfachen Lektionen", von Sperrwerken, die ab Freitag 15:00 geöffnet werden, bis zu AgaAga Taucherinnen auf japanischen Inseln. Von Gotteslob singendem Orpheus bis zu Revolutionslieder schmetternden chinesischen Matrosen. Von netten Reiseleiterinnen, die uns erzählte, dass sich Grenzen "mit dem Herzen verändern lassen" bis hin zu Löwen und Dämonen unter weiblichen Röcken. Von Spaziergängen durch den Regenbogen von Aarhus, bis zu den Sturmböen von Frillesas...

"The Quest"- den Kringel zu fahren ist ein wahrer Mac Guffin.

Meine Liebe compañera de viaje!  Wir werden - sí dios quiere - weiter an Deinem Verständnis für die wahre Quest arbeiten. Beziehungsweise, ich werde versuchen, das nächste MAL  unsere  Heldenreise , ein bisschen mehr zu einer Helden*innenreise zu machen.

Ich könnte mir vorstellen (da komme ich wieder auf meine Lieblingsautor*innen von den erzählenden Affen zurück) - dass wir das nächste Mal:

"Das Blaue vom Himmel..." 

erzählen werden!
Drückt uns die Daumen, dass es nächstes Jahr wieder etwas zu lesen geben wird!

Sonntag, 16. Juli 2023

32.Tag: In Reinbek

 frieda)

Der letzte Tag unserer diesjährigen Radreise war sehr entspannt und sehr gemütlich und unsere müden Oberschenkel sind schon wieder ganz munter geworden.

Morgens eine lange Walking-Runde - mit meiner ortskundigen netten Führerin!-durch das Billetal, das ist ein kleines Flüsschen, das sich dermaßen windet und mäandert, dass man dauernd meint, man wäre an einem neuen Fluß gelandet. Und durch den Sachsenwald mit den wunderschönen großen alten Bäumen, entlang von weiten Pferdekoppeln und reetgedeckten Gutshöfen. Es waren ganz wenig Pferde da und Barbara meinte, dass die wahrscheinlich im Urlaub sind. Ja, das ist kein Witz, die Leute gehen mit ihren Pferden in den Urlaub, auf einen Reiterhof und erkunden dort neue Reitmöglichkeiten. Auch das gibt's.

Hier ist noch ein Foto von gestern, der Reinbeker Wasserfall, echt kurios, macht einen Höllenkrach und schupps verschwindet das Wasser im Loch.

Und wir haben heute Nachmittag dann nochmal unsere Räder mitgenommen an das kleine Naturbad am Tonteich und tatsächlich ist auch Manne ins Wasser gegangen:

Hier der Beweis:


Dann noch ein kleiner Ausflug nach Aumühle und lecker Kaffee und Kuchen am Mühlenteich. 


Es ist ein echt schöne Gegend hier und wir werden sicher noch öfter die nette Unterkunft aufsuchen!

(m) Kaum zu glauben, dass wir hier im S-Bahn Bereich von Hamburg sind. Genau genommen natürlich in Schleswig-Holstein, Kreis Stormarn, bzw. stellenweise im Herzogtum Lauenburg. Aber hier ist alles immer noch sehr hanseatisch, sehr gediegen, sehr entspannt. Den Tonteich muss sich die Normalbevölkerung mit dem Tontaubenklub teilen. 


Hinten links das ist das Klubhaus und dahinter sind die Hockey- und Tennisfelder. Dieses Billetal und der Sachsenwald sind wirklich eine sehr schöne Überraschung.
Weniger schön ist die Überraschung, an der wunderbaren Aumühle


Heja Safari im Sachsenwald? Wie kommt olle Lettow-Vorbeck hierher? Tja, spannende Sache das! Der Sachsenwald, - in dem die Gemeinde Aumühle liegt und die  eine Teilgemeinde namens Friedrichsruh hat... na? fällt der Groschen? Richtig- gehört noch heute der Familie von Bismarck. Gleich neben unserem idyllischen Mühlenrestaurant wird das "Bismarck-Wasser" abgefüllt. 
UND am 8.Mai 1945 (!) haben die Bismarcks unter Anwesenheit der noch zur Verfügung stehenden Restelite der Nazis dieses Denkmal eingeweiht - und es wird von den Bismarcks bis heute in Ehren gehalten.
Lettow-Vorbeck, Rassist, Proto-Nazi, Anti-Demokrat, Chef der "Schutztruppe" in "Deutsch-Ostafrika" wird von den heutigen Bismarcks auf  ihrer Homepage immer noch als Gegner des Nationalsozialismus und Held gefeiert, den "seine Askaris" noch in den 50er Jahren verehrt hätten.


Das ist schlimmste Geschichtsklitterung. Paul von Lettow-Vorbeck war am Kapp-Putsch beteiligt und war bis zu seinem Tod 1970 eingefleischter Rassist und Befürworter des südafrikanischen Apartheids-Systems.
Auf meinem Foto oben kann man den Askari nicht so gut erkennen, aber dem arme "Träger" auf der rechten Seite hat jemand die Nase abgeschlagen. Nicht dem Faschisten sondern seinem Opfer! Wie soll man das wohl interpretieren??
So ist es mit den Idyllen, am wunderschönen Mühlenteich. Im verwunschenen Sachsenwald hausen nicht die bösen Hexen, sondern das Grauen des Kolonialismus und Faschismus und die  Nachfahren von deutschen Heldengestalten!
Gruselig!
Die Himbeertorte im Restaurant Waldesruh war trotzdem lecker und der Blick auf den Mühlteich, mit Schwänen, Reiher und Nutrias war ein wunderschöner Ausklang einer sehr abwechslungsreichen Reise.




Das Fazit dann Morgen in Engen - so die DB will! Drückt uns die Daumen!






Samstag, 15. Juli 2023

31. Tag: Ein Tag in Büdelsdorf

 keine Karte mehr

Wow! Jetzt verstehen wir, warum Barbara und Klaus uns seit Jahren von der NordArt vorschwärmen. Das war der ein unglaublicher Tag!


Da fahren die beiden uns quer durch die norddeutsche Pampa nach Büdelsdorf und dann so was. Ich bin völlig geflasht.
In einem wunderschönen Park und angrenzenden Industrieanlagen der ehemaligen Carlshütte wird seit 1999 NordArt veranstaltet. Seit der ersten Ausstellung haben über 3000 Künstler aus 102 Ländern hier ausgestellt. Die Erben der Karlshütte das Unternehmerehepaar Ahlmann unterstützt das Projekt. Finanziert wird das Ganze von der ACO-Ahlmann Gruppe SE&Co KG. 
Kurator ist der Künstler Wolfgang Gramm und seine Co-Kuratorin Inga Aru.
Ich zitiere die Verantwortlichen so ausführlich, da ich noch selten ein so originelles Ausstellungskonzept gesehen habe. Die beiden haben ganz offensichtlich ein Faible für surreales und skurriles und seeeehr schräge Chinesen. Leider konnte ich nicht so viel über die Künstler erfahren, da habe ich noch viel zu tun.


Der große Tanz um Pinocchio ist grandios. Alle lassen sich von dem großen Lügenlümmel einfangen - selbst Mao reiht sich in den Reigen ein


Und alles in sehr hochwertiger Bronze.


Mit welcher Inbrunst die Seeleute hier - staatstragende Gesänge anstimmen, ist einfach unglaublich lustig und eben wieder in hochwertiger Ausführung und dann bunt bemalt.


Und die Nachtwache als Figurengruppe, einschließlich meines Lieblingshundes der den Trommler anbellt.
Und das Ganze in einem wunderschönen Park.






Und wenn man denkt, "Mann, das war richtig toll", geht es in der Carlshütte erst richtig los.
Ein beeindruckendes Industriedenkmal und prallvoll mit Kunst aus aller Welt.Serbien, China, Türkei, Korea, Philippinen und und...



Von der Malerei will ich jetzt nicht mehr anfangen, auch hier absolute Spitzenklasse


Nur e i n von vielen, sehr vielen inspirierenden Bildern, dieses hier von Ana Schmidt, einer Spanierin. Allerfeinster Pinsel. Und dann war der Saft meiner Kamera alle, so ein frust!
Aber Friederike will ja auch noch was sagen!

Frieda) also von wollen kann keine Rede sein....
 Am Abend eines wunderschönen Tages, nach Ausflug zur NordArt, mit so interessanter und vielfältiger Kunst, 
dann fein und lecker Abendessen hier im Schloß Reinbek, in edlem Ambiente:



 
Nach einem Wein, einem Aquavit.... 
da frag ich doch jetzt mal unsere Gastgeber, ob sie was zu sagen haben:
Nö, alle wollen ihre Ruhe und die Abendstimmung genießen und das wünschen wir euch jetzt auch!


Freitag, 14. Juli 2023

30. Tag: Von Reinfeld nach Reinbek

 14.Juli 2023

die Karte

Der Kringel, la boucle, Die Schleife ist zu! Die 2023 Quest ist geschafft!

frieda) Ich fang heute von hinten an: ca 16 Uhr

In Reinbek habe ich meinen Reiseanbieter gewechselt und werde von einer sehr netten, ortskundigen Frau an einen wunderbaren Badesee geführt:



Der Tonteich!

Mal wieder richtig lange schwimmen, mindestens 22 Grad, ein nettes kleines Schwimmbädchen. Und es ist nur 1.5 km von unserer Unterkunft entfernt.

Es war ein wunderbares letzter Radltag heute. Zuerst auf kleinen Wegen durch Felder und Wiesen, und manchmal auch auf ganz kleinen und ganz leeren Straßen.

Unsere auf dieser Reise letzte 11 Uhr Banane :




ist heute bei mir ein halbes Pfund Kirschen. Ich werde in den nächsten 11 Monaten keine Banane mehr essen!

Und dann kam die geniale Bahnstrecke, darüber wird Manne berichten.

(m) Ok, Friederike!

Gestern Abend war Friederike noch fest davon überzeugt, früh aufzustehen und an dem netten See in Reinfeld zu baden.


Aber Friederikes Schwimmeinlage musste bis heute Abend warten. Siehe oben.

Ostholtstein ist Endmoränenlandschaft. D.h. die Hügel können auch knackig ausfallen.


Doch die letzte Etappe unserer Reise ist sehr angenehm. Sonnig, die Windräder stehen still und die Wege sind großenteils abseits der Bundesstraßen.

Ostholstein ist eher dünn besiedelt, wir kommen gut voran.

Im Schönberger Forst - eben da, wo Friederike die liebgewonnene Tradition der Elf-Uhr-Banane schändlich mit Kirschen verrät, verbirgt sich Ungewöhnliches. Über 30 bronzezeitliche Gräber, zum Teil sehr groß, z.T. noch nicht erforscht, verteilen sich im Waldgelände von Schönberg, im Herzogtum Lauenburg.


Inzwischen solltet Ihr mitbekommen haben, dass ich eine blühende Fantasie besitze, - ich habe einen Grabhügel gesehen. Besser kann man ihn aber offensichtlich im Winter erkennen.


Kurz danach begann der schönste Teil der heutigen Etappe.

Die Route C- des Bahntrassenradweges der Südstormarnschen Kreisbahn, von Trittau nach Glinde. 


Wunderschön immer im Schatten von alten Eichen - und windgeschützt!
Gebaut wurde die Südstormarnsche Kreisbahn 1907 mit dem Ziel den Transport von landwirtschaftlichen Produkten in die Metropole zu verbessern. Was nicht so toll funktioniert hat. 1952 wurde die Bahn stillgelegt und schon in den 50er Jahren ist der erste Radweg auf  der alten Bahntrasse entstanden.


Ein paar hundert Meter nach dem alten Bahnhof Hoisdorf wurden wir aufgehalten.


Barbara und Klaus sind uns entgegen gefahren und begleiten uns die letzten 15 Kilometer nach Reinbek. Im Nu waren wir bei Kaffee und Kuchen - und in einer unseren absoluten Lieblingsunterkünfte. 
Nach einem superleckeren Abendessen muss ich den heuten Tagesbericht aus verständlichen Gründen etwas kürzer ausfallen lassen.
Für Morgen ist "NordArt" auf dem Programm. Barbarba und Klaus haben schon viel davon erzählt. Ich bin sehr gespannt. Und wenn Ihr Lust habt schaut einfach wieder rein. Der Blog endet am Montag. Auch wenn die Quest erfüllt ist.




Donnerstag, 13. Juli 2023

29. Tag: Von Johannisdorf nach Reinfeld

 13.Juli 2023

die Karte


"Trägt der Niesee Silberlocken
hauts den Matjes von den Socken"

Dieses surrealistische Gedicht hing am Binnensee in Neustadt und fasst unseren heutigen Tag ganz gut zusammen.


Bei strahlendem Sonnenschein haben wir die Teichwiesen von Johannisdorf (84 Einwohner) verlassen. Doch uns war klar, dieser Tag wird ein nasser sein (das ist kein Zitat von Xavier N.). Für 15:00 sind Gewitter angesagt.
Und schon in Neustadt/Holstein, schieben sich dunkle Wolken durchs Bild.
Doch dann, zu Friederikes Entzücken, an der Ostsee kommt die Sonne durch.
Badezeit.

Das letzte Bad in der Ostsee auf dieser Reise. "Jetzt noch ein Heringsbrötchen und das Glück ist perfekt!" So kenne ich Friederike "Alles und bitte subito!"


Heringsbrötchen und Eiskaffe? Keine Sorge, Friederike ist nicht schwanger! Der Eiskaffee ist von mir. Das letzte Heringsbrötchen (Smörebrötchen) mit Zimtgeschmack hat mich traumatisiert.
Vor dem Heringsbrötchenlokal eine Riesenbaustelle, viel Staub, der Heringsbrötchenwirt ist nicht begeistert. Hier wird eine neue Seebrücke gebaut. Überall bauen sie neue Seebrücken, auch am Timmendorferstrand.


"Seebrücken?" Wir schauen uns etwas ratlos an. "Die Seebrücken brauchen wir hier, damit die Touristen am Abend hinaus auf die Ostsee spazieren und die Abendsonne genießen können - und danach ein Heringsbrötchen essen. Und ab und zu legt da auch ein Bäderschiff an, das die Küste entlang fährt. Aber das fährt derzeit nicht."
Die berühmten Ostseebäder bei Lübeck sind erstaunlich wenig belebt. Zumindest sind alle Strandkörbe leer.


Am Timmendorferstrand verlassen wir die Ostsee und der ungemütlichere Teil des Tages beginnt. Friederike, your turn!
-Halt! Eine kleine Anmerkung noch, die Friederike sicher nicht für erwähnenswert hält. Kurz vor Reinfeld sehe ich etwas Aussergewöhnliches.


Was ist das? Stromleitungen über der Autobahn? Habe ich natürlich nachgeschlagen!
Tatsächlich ist hier auf der A1 eine Teststrecke von Reinfeld Richtung Lübeck 3,5km.  Die Betreibergesellschaft beschreibt das so:

"Während der Lkw nun also mit der Oberleitung verbunden ist, fährt er mit Hilfe seines Elektromotors und lädt zugleich seine Batterie auf. Sobald er die Teststrecke verlässt, könnte er mit der in der Batterie gespeicherten Energie weiterfahren. Da die Batteriekapazität mit bislang zehn Kilometern Reichweite noch sehr gering ist, schaltet Gramkow zurück auf Dieselantrieb. „Die nächste Lkw-Generation soll über eine Reichweite von 70 Kilometern verfügen“, sagt der Lkw-Fahrer. Aber auch die reichen längst nicht für den rein elektrischen Pendelbetrieb zwischen Reinfeld und Lübeck. „Die Teststrecke müsste etwa 20 Kilometer lang sein, damit der Akku über die Oberleitung jeweils genügend Strom tanken kann".

Fand ich jetzt wirklich interessant.

Aber jetzt wirklich Du, Friederike!

frieda) Ja der Abschied von der Ostsee ist mir tatsächlich schwer gefallen. Wenn's schönes Wetter ist, ist das hier wunderschön.

Danach war die Radstrecke nicht so toll, immer entlang von großen Straßen, über Autobahnbrücken, parallel zu Autobahnen, ein Höllenlärm und über uns die drohenden Regenwolken, 
mal haben wir uns bei Kick versteckt,


mal haben wir uns unter einem großen Baum umgezogen


dann wieder aus:

und letzendlich sind wir nur etwa eine Stunde im Regen gefahren, nur von aussen nass geworden, und schließlich in Reinfeld angekommen.
Hier hat's einen großen Teich, den sie in Hamburg" Reinfelder Karpfenteich" nennen, aber es ist ein richtiger See, hat sogar ein Schwimmbad und das liegt auf der gegenüberliegenden Seite unseres Abendessenscafés.

Und vielleicht, wenn's morgen schön ist, und wenn ich früh aufwache, dann geh ich hier nochmal schwimmen. Barbara und Klaus radeln uns morgen entgegen, es wird unser letzter Radtag auf dieser Tour. Heute Abend haben wir schon mal ein bisschen resümiert,war eine spannende und sehr abwechslungreiche und sehr windige Tour. 
Alles weitere kommt später, bis dann!





Mittwoch, 12. Juli 2023

28. Tag: Von Maribo nach Johannisdorf

 12.Juli 2023

die Karte

Frieda

Heute war ein sehr abwechsungsreicher Radtag: In der Nacht hat es heftig gewittert, und wir mussten morgens im Regen in voller Montur losfahren. 20 km bis zur Fähre nach Rødbyhavn, die Lastwagen sind nur so an uns vorbeigebrettert und haben uns zusätzlich nass gespritzt. Dann eine ruhige Überfahrt nach Puttgarden


Aber die Regenwolken werden uns bis in den Nachmittag hinein begleiten.

Fehrmarn ist unsere letzte Insel, eine kleine Insel, bald schon sind wir auf der anderen Seite. Und über den Fehmarnsund geht es mit einer großen Brücke, die Strecke ist ca 2,5 km, überm Wasser sind 1,5 km. Und die haben es in sich, der Seitenwind bläst uns fast weg. 



Da gibts doch eine lustige Geschichte von W. und H. aus Tübingen, die mit den Klapprädern versucht haben, auf die Île de Ré zu fahren. Sie habens grad so geschafft, anscheindend sind ie Räder immer wieder fast zusammengeklappt. Klappräder eben.
Also das wäre heute am Fehmarnsund definitv nicht gut ausgegangen.

Zunehmend sind mehr Radgruppen und Fernradler unterwegs, auch Quads mit hochgetürmtem Radlergepäck und ein Reparaturservice für E-Bikes ist uns schon begegnet. Und die Autofahrer sind nicht mehr ganz so zuverlässig wohlwollend wie in Dänemark. Man konnte sich dort wirklich darauf verlassen, dass ein Linksabbieger wartet, dass in den Kreisverkehren immer erst die Fahrräder kreisen, dass Ampelregelungen so sind, dass Radfahrer gut über die Kreuzung kommen.



Unser "Landhotel Teichwiesenhof" liegt traumhaft schön, mitten im Nirgendwo in Ost-Holstein. Es liegt so abgelegen, dass wir nicht einmal ein Restaurant oder einen Supermarkt in der Nähe haben. Aber einen Pizza-Lieferdienst! und so konnten wir ganz gemütlich speisen. Auch andere Hotelgäste hatten wohl gleichzeitg bestellt- diese Pizzeria ist die enzige im ganzen Umkreis- so dass der Pizzamann mit einem Kofferraum voller Warmhalteboxen angefahren kam.


Die Gäste haben sich auf verschiedenen Sitzmöglichkeiten im Gelände verteilt.


Und die Kuh schaute zu.




Und jetzt du, Manne

(m). Im Prinzip gibt es heute nicht viel mehr zu ergänzen. 3x volle Regenmontur, 3x wieder ausgezogen. 250m Rückernwind, 35 km kräftiger Seitenwind und 30 km Gegenwind. Die hohe Kunst des Fahrens an Regentagen beteht im Wesentlichen darin, den richtigen Augenblick zu erwischen, wann man in die Regensachen steigen muss. Pladdert es schon und ist kein Baum in der Nähe, dann ist man unter dem Outfit schon richtig nass. Dann beginnt das "Garen im eigenen Saft", dann schwitzt man sich unter dem ganzen Plastik einen ab. Steigt man zu früh um, dann hört der Regen gleich wieder auf.  Einen kräftigen Regenschauer haben wir taktisch klug in einer Bushaltestelle mit der Mittagspause verbunden und haben uns von einem gar nicht so älteren Herrn seine Krankengeschichte erzählen lassen. Das hat die Mittagspause erheblich verkürzt.

Burg auf Fehmarn lag auch auf dem Weg. Hier wird den Touristen was geboten. Und es ist Hauptsaison. Diese Woche ist "Weinfest auf Fehmarn" -geht´s noch! Wie wäre es wenn wir in Gaienhofen die Matjeswochen ausrufen und die Stintkönigin krönen. Aber Burg war rappenvoll, wir sind kaum durch die Fußgängerzone gekommen. Aber andererseits muss man die hiesigen Tourismusvereine verstehen: nur am Strand rumliegen und sich rösten lassen ist an der Ostsee eher weniger angesagt. Da muss man den Urlaubsgästen schon was bieten. Und darin scheint Burg auf Fehmarn nicht schlecht zu sein. Siloklettern, Indoor-Go-Kart,Schmetterlingspark, U-Boot-Museum, Escaperoom und  Dunkelraum-Experiment....


Nach Burg ging es längere Zeit windgeschützt nach oben. Für mich sieht das nach einer alten Bahntrasse aus. Habe aber keinen Hinweis darauf gefunden. 

So langsam kam heute trotz des heftigen Gegenwindes schon so etwas wie eine milde Form der Wehmut auf. Noch 2 Etappen, dann ist der kleine Ostseekringel geschlossen (der große wäre die Ostseeumrundung, die wäre über 4.000km und derzeit  leider undenkbar). Zum resümieren ist es noch zu früh. Aber als wir heute vom Pizza-Liefer-service einen leckeren frischen Salat mitgeliefert bekommen haben, da wurde uns einmal mehr deutlich, dass die Reise in die nördliche Gefilde nicht zu den kulinarischen Highlights der letzten Jahre gehörte. Nicht so schlimm wie England, aber richtig lecker Essen gab es nur selten. Sehr häufig Convienence-Produkte, die Mikrowelle und die Friteuse waren oft die wichtigsten Küchenuntensilien.  

Und wäre der Servicebereich in Dänemark nicht so umständlich organisiert, dann würde es noch mehr auffallen, dass wirklich gekochtes Essen nicht so schnell auf dem Tisch stehen kann. Beilagensalat gab es bis auf gestern, beim Syrer-Italiener auf der ganzen Reise nicht. Ist das etwas "typisch Deutsches" - der Salat zum Essen?

Obwohl wir in Schweden nicht so oft gegessen habe wie in Dänemark, werden in der Endabrechnung die beiden ersten Plätze von schwedischen Gerichten eingenommen werden. Der Fisch in Frillesass, einfach großartig und, Ihr werdet lachen "Köttbullar mit Kartoffelbrei" in Göteborg.

Aber, wie gesagt, noch haben wir 2 Tage vor uns. Für Endabrechnugen ist es noch zu früh.

Wir sehen uns  Morgen!


Eine kleine Schlussbetrachtung

 Frieda) Also dass es zuhause doch am schönsten ist, kann ich nur bestätigen. Vor allem dann, wenn man weg war, und wenn man soooo lange weg...