25.Juli 2023
(m) Aarhus ist eine tolle Stadt. Ich bin froh, dass wir 1 1/2 Tage Zeit haben. Schon der heutige Nachmittag war unglaublich erlebnisreich.
Aber von Anfang an.
Von Odder nach Aarhus sind es lediglich 25 km. Mit Rückenwind und guten Radwegen ein Klacks. Aber selbst die Romantik kam heute Vormittag nicht zu kurz.
Kurz nach 11:00 Uhr fahren wir schon in Aarhus ein.
Und dann die erste dicke Überraschung.
Ein richtiger Badestrand - und Friederike fährt vorbei! Muss ich mir Sorgen machen? Es war heute Vormittag zugegebenermaßen nicht wirklich warm.
Direkt hinter dem Strand liegt unser Hotel - am Jachthafen. Aber ein "menschenloses" Hotel. Ich habe einen Zugangscode bekommen, der öffnet die Eingangstür und die Tür zum Zimmer - aber erst ab 13.00 Uhr. Wir versuchen es trotzdem, -Sightseeing in Radlerklamotten und mit dem ganzen Gepäck ist nicht lustig. Die Eingangstür zum Hotel ist auf. 2 Junge Damen sind am Putzen. Wir fragen sie, ob wir unser Gepäck abstellen können. "Kein Problem" - unser Zimmer ist zwar noch nicht ganz fertig, aber wenn wir wollen können wir unser Geraffel schon mal ins Zimmer stellen und uns umziehen! Super! Besser geht nicht!
Auf geht´s! Aarhus wir kommen!
Meine Befürchtung von gestern, dass wir Montag nicht in die Museen können, hat sich als falsch erwiesen. Eigentlich hat nur die "Kunsthal Aarhus" Morgen geschlossen. Also fahren wir zuerst zur Kunsthalle. 2 Ausstellungen. Beide Künstler:innen sagen mir nichts.
Die Ausstellung "Painting things" von der französischen Künstlerin Nathalie Du Pasquier ist eine echte Überraschung. Der Name hat mir nichts gesagt. Aber sie ist wohl eine der wichtigen Personen der Memphis Gruppe aus Mailand gewesen, die für ihr "durchgeknalltes" Design in den 80igern berühmt geworden ist. Nathalie Du Pasquier ist auch für Ihr Design bekannt geworden und wie sie die Räume ihrer Ausstellung gestaltet hat, das ist schon vom allerfeinsten und die "Stilleben" auch.
Ich habe schon lange keine so gut gestaltete Ausstellung mehr gesehen. Die Wände, die Kombination von Objekten und Gemälden, es stimmte einfach alles.
Und wenn dann auch noch eine Prise Humor dazu kommt, bin ich restlos begeistert.
Der 2.Künstler in der Kunsthal , Simon Dybbroe Møller, war eine Enttäuschung. Ein 3x um alle Ecken denkender Kopfgeburtenkünstler, dessen Installationen und Videoinstallationen nur durch das Begleitheft erschlossen werden können. Schade! Soll in Dänemark eine große Nummer sein.
Nach der Kunsthal fahren wir ein bisschen durch die Stadt. Vor dem Dom ist ein Touristeninformationsstand und eine sehr engagierte und kompetende junge Dame macht uns einen individuellen 1 1/2 Tage Aarhus-Besuchstag. Super!
Heute also noch in "Den Gamle By". ich bin etwas skeptisch, als ich höre, dass sie uns ein "Freilichtmuseum" empfiehlt. Aber sie hat es uns so sehr ans Herz gelegt, dass wir nicht anders können.
Und es hat sich wirklich gelohnt.
So eine super-schlaue Museumskonzeption habe ich noch nicht erlebt. Nicht nur was den Einsatz von Medien anbelangt, sondern vor allem die Breite der Themen. Es ist wirklich eine ganz kleine Stadt aufgebaut worden, die von der Gegenwart ausgehend immer weiter in die Vergangenheit geht. Fast alle Häuser kann man betreten.
Am meisen hat mich die Gegenwart und jüngere Vergangenheit fasziniert.
In einem Haus ist im Keller ein Jugendklub der Pfadfinder, im Hinterhof eine komplette "Kreidlerreperaturwerkstatt,
Im Erdgeschoß eine Jazzbar der 70er Jahre und im Obergeschoss die Wohnung einer alleinstehenden jungen Frau. Auf dem Fernseher erzählt sie uns von ihrem Alltag. Wir können aber auch in ihre Schränke und Schubladen schauen.
Einfach nur gut.
Was meinst Du dazu Friederike?
f) stimmt!
Gerade die neueren Geschichten und Bilder, die Wohnung der "Regenbogenfamilie", das Reisebüro aus den 50 erJahren,
Das alles zusammen war eine sehr amüsante und interessante Mischung.
und ein paar Straßen weiter eine Mühle, ein Seifenmacher, eine Schmiede, in der zwei junge Männer arbeiten, eine Gänseliesel, die über die Straße geht.... und ein junger Gärtner, der direkt aus dem Buch "die offene See" stammen könnte:
Und direkt hinter dem GamleBy ist der Botanische Garten mit den futuristisch anmutenden Gewächshäusern, die durch die verschiedenen Kontinente und Klimazonen führen:
.und manchmal findet man einen müden Mann im Baum:
Die junge Dame vom Touristikbüro hat uns auch die Roof Top Gardens vom Salling- Kaufhaus empfohlen, und das war gigantisch:
Blick in alle Himmelrichtungen über ganz Aarhus, Bars und Gartenanlagen und ein Skywalk über die Fußgängerstrasse.
Dass ich dann am Ende des Tages doch auch noch gebadet habe, ist ja wohl klar. Allerdings haben auch viele Quallen gebadet, das war mir nicht so geheuer. Doch dann hab ich gesehen, dass Kinder mit diesen Quallen spielen, bzw. sie fangen und die anderen damit bewerfen, also sie können nicht wirklich gefährlich sein. Ich hab die Kinderbande beobachtet und da haben mir die Quallen fast schon leidgetan. So weit ist es gekommen.









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