Freitag, 30. Juni 2023

16.Tag: mit der Fähre nach Göteborg

 30.6.2023

heute keine Karte

frieda): Heute war die Überfahrt von Dänemark nach Schweden. Wir mussten gaaaanz früh aufstehen, haben uns dann ein bisschen im Hafengebiet "verirrt", falscher Eingang, wir dachten wir wären bei den Fußgängern aber wir waren bei den Lastwagen, Autos und direkt hinter den Rockern. 


und schließlich wurden wir in die unterste, die Lastwagenetage der Stena Fähre gelenkt:


Der nette Rocker hat uns noch beim anbinden der Fahrräder geholfen, wir haben uns echt blöd angestellt.
Es hat fürchterlich nach Fisch gestunken, wahrscheinlich waren grad die Fischladungen von Schweden rübergekommen und haben vor sich hin getropft. Ich hoffe nur, dass unsere Fahrräder den Geruch wieder verlieren.

Aber dann wurde es ganz entspannt:



Ausfahrt aus Fredrikshavn


Lange vor Göteborg beginnen die Schären


Einfahrt nach Göteborg



Und dann, gleich nach dem Abladen unseres Gepäcks im Hotel: kanebullar- Zimtschnecken.
und zwar die mega-große und -leckere Variante die Haga-bullar:




Was es sonst noch im Haga-Viertel gibt, erzählt euch der Manne.

(m): Da ich mich an dieser Monster-Zimtschnecke beteiligen musste, erkläre ich hiermit feierlich, dass dies die erste und letzte auf dieser Reise war. 
Nicht dass sie nicht geschmeckt hätte, aber ich esse ja auch sonst nie einen halben Hefezopf auf einmal.
Schon ein genialer Marketingtrick! Jeder und wirklich jede Touristin kommt irgendwann einmal in der  "legendären" Bäckerei in der Haga Nygata vorbei und garantiert jeder und jede zweite essen dann auch eine dieser Monster-Zimtschnecken. 
Die Haga Nygata ist bekannt für die traditionellen Holzhäuser, von denen es sonst in ganz Göteborg wahrscheinlich nirgendwo mehr welche gibt.


In der Haga Nygata ballt sich das touristische Leben. Ein Schülergruppe aus Deutschland tauscht sich über die erbeuteten Souvenire aus. Ein Mädchen mit drei Taschen: "Ich habe 300.-€ ausgegeben, ein T-Shirt für, ein...." ich fasse es nicht, was bekommen deutsche Jugendliche an Taschengeld auf Klassenfahrt mit?

Unser Hotel heute ist übrigens ungewöhnlich. Mitten im Zentrum, sehr gediegen aber nicht übertrieben teuer. Ein Haus in Privatbesitz, aus den 1860iger Jahren mit hervorragendem Personal.


Ein bisschen Orientnostalgie, fast schon Jugendstil. Der Seniorchef , vor einem Jahr gestorben, war sehr kunstaffin und ein großer Christo-Fan. Ich habe noch nie eine Wand mit autorisierten großformatigen Fotos von allen Christo-Aktionen gesehen.

Und auch sonst eine beachtliche Kunstsammlung.




 Cool - und wie gesagt durchaus noch bezahlbar.


Wie Ihr seht, sind in Schweden nicht nur die idyllischen Häuschen auf oder an den Schären rot, sondern auch die Dächer in der Stadt.

Heute bin ich gut ein Kilo Karten losgeworden. Wie immer ist das Versenden von Briefen oder Päckchen nicht ganz einfach, Zolldeklarationen ... Postämter gibt es in Schweden offensichtlich nicht mehr. Das machen Lotto-Totto-Annahmestellen nebenher. 
Blöderweise habe ich meine Sonnenbrille an der Postannahmestelle liegen lassen. Eine Stunde später liegt sie immer noch da. 

Das ist der Beweis: "Schweden sind ehrlich - und Dänen lügen nicht!"

Abends noch eine kleine Runde durch die Innenstadt. Abendessen mit Ramen. "Multikulti" unter der Regenbogenfahne. Der erste Abend in Schweden läßt sich gut an.
Was wir in Aalborg nicht geschafft haben, zu beweisen, dass die Möwen, die Spatzen des Nordens sind, ist Friederike heute Abend gelungen.  


Die Möve sieht auf dem Bild eher putzig aus, aber mit einer Flügelspannweite von sicher um einen Meter ist so ein Landeanflug eher scary.

Mal sehen, was Göteborg noch so zu bieten hat.
Schaut doch einfach Morgen wieder vorbei.
 



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Eine kleine Schlussbetrachtung

 Frieda) Also dass es zuhause doch am schönsten ist, kann ich nur bestätigen. Vor allem dann, wenn man weg war, und wenn man soooo lange weg...